
MotoGP 2026: Livio Suppo dämpft Ducati-Hysterie – und feiert Aprilias Aufstieg
Der frühere Teammanager Livio Suppo mahnt zur Besonnenheit: Von einer Ducati-Krise könne keine Rede sein – während er Aprilias Höhenflug als verdientes Ergebnis harter Arbeit würdigt.
Der MotoGP-Saisonauftakt 2026 hat die Kräfteverhältnisse in der Königsklasse ordentlich durcheinandergewirbelt. Aprilia präsentiert sich in beeindruckender Form, während Ducati – zuletzt scheinbar unantastbar – erstmals wieder angreifbar wirkt. Doch wer jetzt vorschnell von einer Krise beim italienischen Premiumhersteller spricht, bekommt von einem erfahrenen Mann der Szene deutlichen Widerspruch.
Suppo bremst den Ducati-Pessimismus
Livio Suppo, ehemaliger Teammanager mit Stationen bei Ducati, Honda und Suzuki, sieht die aktuelle Situation nüchterner als viele Kommentatoren. Gegenüber GPOne.com relativierte er die Aufregung mit einem Schmunzeln: "Wenn Krisen immer so wären... Ich glaube, Yamaha würde sofort unterschreiben, vielleicht auch Repsol-Honda."
Suppo macht für die schwächeren Ergebnisse der Ducati vor allem technische Feinheiten verantwortlich: veränderte Reifencharakteristika, ungewohnte Streckenbedingungen und die natürlichen Grenzen der Weiterentwicklung eines ohnehin bereits hochkompetitiven Motorrads. "Wenn man ein sehr konkurrenzfähiges Motorrad weiter verbessern will, wird es noch schwieriger", betont er.
Auch dem oft gehörten Vorwurf, Ducati habe sich in seiner Fahrzeugentwicklung zu einseitig an Marc Marquez ausgerichtet, tritt Suppo entschieden entgegen. Die Ducati sei nie so stark auf einen einzigen Fahrer zugeschnitten gewesen wie einst die Honda auf Marquez. Der Beweis: Stets hätten mehrere Piloten auf der Desmosedici auf höchstem Niveau konkurriert.
Aprilias Aufstieg: Schweiß, Strategie und Sterlacchini
Auf der anderen Seite des Fahrerfeldes erlebt Aprilia seinen bislang stärksten Saisonstart der jüngeren Geschichte. Für Suppo ist das kein Zufall, sondern das Resultat konsequenter, langfristiger Aufbauarbeit. "Man vergisst schnell, was Aprilia war, als Massimo Rivola unterschrieben hat – ganz klar ein Außenseiter", erinnert er.
Besonders hebt Suppo die Verpflichtung von


