
KTM in Jerez abgehängt: Acosta kämpft, Bastianini glänzt als bester RC16-Pilot
Ein schwarzes Wochenende für KTM in Jerez: Pedro Acosta war mit seiner RC16 hoffnungslos abgeschlagen, während Enea Bastianini als achter Gesamter noch das Beste aus einer schwierigen Situation machte.
Beim Grand Prix von Spanien in Jerez de la Frontera erlebte KTM ein Wochenende zum Vergessen. Ducati und Aprilia waren zu keinem Zeitpunkt in Schlagdistanz, und selbst Ausnahmetalent Pedro Acosta konnte diesmal nicht mit einem seiner typischen Überraschungsauftritte punkten. Stattdessen war es Enea Bastianini, der das Gesicht des österreichischen Herstellers in den schwierigen Bedingungen zumindest etwas wahrte.
Binder auf Überraschungskurs – dann kommt der Sturz
Ein Hauch von Sensation war im Sprint kurzzeitig möglich: Brad Binder reagierte beim einsetzenden Regen zum perfekten Zeitpunkt und wechselte als Erster auf Regenreifen. Doch in Kurve 2 verabschiedete sich die Vorderhand des Südafrikaners, und mit ihr jede Hoffnung auf einen spektakulären Sieg. Trotz des Sturzes rettete Binder sich noch auf Rang vier – ein schwacher Trost angesichts der verpassten Möglichkeit.
Bastianini bestätigt seinen Aufwärtstrend
Über das gesamte Wochenende war Enea Bastianini der Lichtblick im KTM-Lager. Der Tech3-Pilot knüpfte an seine starke Vorstellung in Austin an und bewies, dass er seit der Rückkehr zur normalen Reifenkarkasse deutlich mehr Grip mobilisieren kann.
"Ja, ich habe hier und auch in Austin intensiv an der Elektronik gearbeitet. Am Set-up selbst habe ich kaum etwas verändert. Es war von meiner Seite ein solides Wochenende", resümierte der Italiener. Besonders die Konstanz über verschiedene Bedingungen – Kälte, Hitze und Wind – hob er als positiv hervor.
Im Rennen am Sonntag überquerte Bastianini als Achter die Ziellinie. Honda-Pilot Johann Zarco konnte er in der Schlussphase nicht mehr bezwingen. Den erhofften Top-5-Platz verpasste er, weil er ab Runde fünf einen starken Vorderreifen-Abbau spürte. "Von diesem Moment an war es mir unmöglich, das Vorderrad wirklich zu fordern. Danach lief es aber halbwegs konstant bis zum Schluss", so Bastianini. Sein Fazit fiel dennoch positiv aus: "Es ist ein Fortschritt."
Acosta ratlos: "Dieselben Probleme wie im Vorjahr"
Ganz anders das Bild bei Pedro Acosta. Der Spanier, sonst die unbestrittene Messlatte im KTM-Konzern, fand in Jerez vom ersten Trainingstag an keinen Rhythmus. Die Strecke zählt ohnehin nicht zu seinen Lieblingsarenen, doch die Probleme gingen tiefer als erwartet.



