
Bimota KB998 begeistert beim Portimao-Test: Fast an der Spitze und schon stärker als die Kawasaki
Beim abschließenden WSBK-Wintertest in Portimao fehlten Axel Bassani auf der neuen Bimota KB998 nur 0,029 Sekunden zur Bestzeit – Alex Lowes ist überzeugt: Das Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft.
Was für ein Einstand: Die brandneue Bimota KB998 hat bei den Wintertests der Superbike-WM in Jerez und Portimao von Beginn an überzeugt. Beim abschließenden Test im portugiesischen Autodromo Internacional do Algarve fehlte Axel Bassani mit dem neuen Bimota-Superbike lediglich 0,029 Sekunden auf die Bestzeit von Weltmeister Toprak Razgatlioglu – ein Hauch von nichts.
Bassani nah dran, Lowes holt Tagesbestzeit
Während Bassani im Gesamtklassement dicht hinter der Spitze landete, sicherte sich sein Teamkollege Alex Lowes am zweiten Testtag sogar die Tagesbestzeit. Für den Briten, der bis Ende 2024 noch im Kawasaki-Werksteam unterwegs war, ist die Botschaft eindeutig: Die neue Bimota steht seinem Ex-Dienstgerät in nichts nach – im Gegenteil.
Zu beachten ist allerdings, dass Bassani bei seiner schnellsten Runde auf einen SCQ-Qualifying-Reifen zurückgriff, den nicht alle Fahrer nutzten. Das relativiert den knappen Rückstand auf die Bestzeit ein Stück weit. Dennoch zeigten sich beide Bimota-Piloten auch auf der Rennmischung konkurrenzfähig.
"Am Ende haben wir nur einen weichen Reifen verwendet, um zu sehen, wo wir stehen", erklärte Bassani. "Uns gelang eine richtig gute Rundenzeit. Ich denke, BMW mit Toprak und Ducati mit Bulega sind etwas voraus, aber wir sind dicht dahinter."
Lowes fokussiert auf Renntempo statt Zeitenjagd
Alex Lowes verzichtete beim Portimao-Test bewusst auf eine Hatz nach Bestzeiten. Der Brite absolvierte seinen gesamten Testtag auf dem SC0-Rennreifen von Pirelli und konzentrierte sich auf das Renntempo sowie die Abstimmung der Maschine – eine Strategie, die sich für ihn bereits in der Vorsaison bewährt hatte.
"Wir haben eine lange Liste an Dingen, die wir testen wollten, aber die Zeit reicht nie", berichtete Lowes. "Deshalb haben wir uns auf drei Kernpunkte konzentriert." Darunter waren zwei verschiedene Gabeln von Federbeinlieferant Showa sowie eine neue Lösung für den Heckbereich der Maschine.





